.

Posts mit dem Label South Stream werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label South Stream werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 17. April 2008

Pipeline-Wettlauf: Russland hat die Nase vorn

Moskau spielt bei "South Stream" auch die geopolitische Karte aus - Fragezeichen hinter "Nabucco"
Mittel- und Südosteuropa ist derzeit Schauplatz eines Wettlaufs zweier großer Projekte zur Sicherung der europäischen Erdgasversorgung. Beide Pipelines könnten im Fall der Realisierung im Knoten Baumgarten bei Wien zusammenlaufen.
:::
Doch über "Nabucco" liegen dicke Fragezeichen. Das Sechs-Milliarden-Euro-Projekt liegt in den Händen eines Konsortiums, das von der OMV angeführt wird und dem noch MOL (Ungarn), Transgaz (Rumänien), Bulgargaz (Bulgarien), Botas (Türkei) und die deutsche RWE angehören. Sein Problem besteht darin, die künftige Pipeline mit Gas zu füllen. Die zentralasiatischen Gasländer Kasachstan und Turkmenistan liegen einerseits immer noch im politischen Orbit Moskaus und sind andererseits dabei, ihre Vorräte an China zu verkaufen. Der Iran wiederum scheidet - trotz Absichtserklärungen mit der OMV - als Anbieter eher aus, weil die USA dagegen Sturm laufen.
:::
Auf Erfolgskurs segelt hingegen das russische Projekt "South Stream". Initiiert wurde es vor knapp einem Jahr vom Staatskonzern Gasprom und der italienischen ENI. Die Pipeline soll ab 2013 bis zu 30 Milliarden Kubikmeter russisches Gas unter dem Schwarzen Meer hindurch über Bulgarien, Serbien und Ungarn nach Baumgarten pumpen. Abzweigungen werden nach Italien und Griechenland führen. Zuletzt gab es allerdings russische Pressemeldungen, wonach Gasprom Österreich wegen eines Streits um den Gashandel von der "South Stream" ausschließen könnte. Mit den Transitländern Bulgarien, Serbien und Ungarn hat Russland bereits Verträge abgeschlossen. Kosten: sechs bis neun Mrd. Euro.

Quelle der Standard.at

Donnerstag, 7. Februar 2008

RWE ist sechster "Nabucco"-Partner

Das Gas-Pipeline-Projekt "Nabucco", das unter Federführung der österreichischen OMV steht, bekommt heute einen weiteren starken Partner: Der deutsche Energiekonzern RWE beteiligt sich als sechster strategischer Partner an dem Projekt, das damit einen deutlichen Auftrieb erhält.
...
Bulgariens Energie- und Wirtschaftsminister Petar Dimitrov betonte, dass die geplante "South Stream"-Leitung, mit der der russische Versorger Gazprom gemeinsam mit der italienischen ENI im großen Stil russisches Gas nach Europa bringen will, kein Gegensatz zu Nabucco sei. "Mit zwei alternativen Quellen wird es einen Preiswettbewerb geben, ohne alternative Quelle einen Monopolpreis", sagte Dimitrov laut bulgarischer Nachrichtenagentur BTA. Ein Teil der "South Stream"-Leitung mit einer Gesamtlänge von 900 Kilometern soll durch das Schwarze Meer und Bulgarien verlaufen. Bulgarien habe die richtige Entscheidung getroffen, beiden Projekten, Nabucco und South Stream, eine Chance zu geben, sagte der Minister.
Quelle: Der Standard.at


Deutschlands zweitgrößter Energiekonzern RWE wird sechster Partner im Gas-Pipeline-Projekt Nabucco.
...
Für RWE ist diese Leitung auf längere Sicht eine bedeutende Investition zur Diversifizierung der Bezugsquellen von Erdgas. Der Konzern bewegt in Europa derzeit rund 40 Milliarden Kubikmeter Erdgas im Jahr.
...
Wichtige Lieferländer sind Russland, Norwegen, die Niederlande und - für den britischen Markt - Großbritannien. Die in der Erdöl- und Erdgasförderung tätige Tochtergesellschaft RWE Dea ist vor allem in Nordafrika engagiert.
...
Nabucco ist eines der größten Infrastrukturvorhaben in Europa und wurde vor sechs Jahren von den nationalen Energiegesellschaften ins Leben gerufen. Neben OMV gehören die türkische Botas, die bulgarische Bulgargaz, die rumänische Transgaz und die ungarische MOL dem Konsortium an.
...
Der Baubeginn der Nabucco-Pipeline ist für 2009 geplant, von 2012 an wird sie voraussichtlich Gas liefern. Die Gesamtkapazität wird in der Endausbaustufe 25 bis 31 Milliarden Kubikmeter im Jahr betragen. Das wäre weniger als ein Zehntel des heutigen Gasverbrauchs in Europa.
...
Quelle FAZ.NET


Links

Freitag, 25. Januar 2008

Russlands Gaspolitik: "Der Todesstoß für Nabucco"

Russland, Serbien und Bulgarien vereinbaren umfangreiche Kooperationen im Energiesektor - und torpedieren mit "South Stream" das europäische Pipeline-Projekt "Nabucco".
...
Der russische Energieriese Gazprom wird die Kontrolle am serbischen Erdölmonopolisten NIS übernehmen und zahlt für eine Beteiligung von 51 Prozent 400 Millionen Euro. Im Gegenzug hat Gazprom zugesagt, die Erdgas-Pipeline "South Stream" auch über serbisches Gebiet zu führen.
...
Bei dem Projekt mit einem Volumen von zehn Milliarden Euro ist eine Pipeline von Russland über den Boden des Schwarzen Meeres nach Bulgarien geplant, und von dort weiter nach Serbien und in andere europäische Länder.
...
Das Problem der Europäer

Das Problem dabei: "South Stream", an dem auch der italienische Versorger ENI beteiligt ist, steht in direkter Konkurrenz mit dem europäischen Gemeinschafts-projekt "Nabucco". Diese Pipeline soll einst Gas über die Türkei, Bulgarien, Rumänien und Ungarn bis ins niederösterreichische Baumgarten leiten.

Quelle : Die Presse

Bücher: Bulgarien, Sofia

National Statistical Institute (www.nsi.bg)